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#Gamescom: Junge Alternative Baden-Württemberg für Anerkennung von E-Sport als eigener Sportart

Fellbach, 25.08.2018. Anlässlich des bevorstehenden neuen Besucherrekords bei der diesjährigen Gamescom in Köln spricht sich der Landesvorstand der Jungen Alternative (JA) Baden-Württemberg für die Anerkennung von E-Sport als eigener Sportart ohne unnötige Bürokratisierung durch Zwang in ein Vereins- und Verbandsrecht aus.

Dazu erklärt Sven-Uwe Epple (Foto l.), stellvertretender Landesvorsitzender, Projektmanager im IT-Bereich und selbstständiger Unternehmensberater: „E-Sport ist eine immer schneller wachsende Sportart, die bereits in den USA, Südkorea, China, Schweden, Bulgarien, Finnland, Großbritannien und den Niederlanden als eigene Sportart anerkannt wurde.“ Der Aufstieg des E-Sport von einer Randsportart in den sportlichen Mainstream sei inzwischen auch von seinen Gegnern nicht mehr zu leugnen: „Betrug der weltweite Umsatz im Jahre 2017 noch 655 Millionen Dollar, sind für das Jahr 2021 bereits 1,65 Milliarden Dollar prognostiziert. Allein Deutschland wird der Umsatz laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte von derzeit 50 Millionen Euro auf etwa 130 Millionen Euro im Jahre 2020 steigen. Eine ähnlich rasante Steigerung ist auch bei den weltweiten Zuschauerzahlen zu verzeichnen: Es wird für das Jahr 2021 eine Zuschauerzahl von weltweit 600 Millionen prognostiziert, im vergangenen Jahr zählte man noch 355 Millionen E-Sport-Zuschauer weltweit.“

Auch die Aussage, dass E-Sport mangels körperlicher Bewegung kein Sport sein könne, sei mittlerweile wiederholt widerlegt worden und zeuge eigentlich nur noch von allgemeiner Skepsis gegenüber Videospielen, die oftmals ausgerechnet von Personen geäußert werde, die die Debatte ausschließlich als „Killerspiel-Debatte“ aus den Medien kennen würden, so Epple weiter. „Dabei haben Forscher bei E-Sportlern längst Herzfrequenzwerte, Stressreaktionen und hormonelle Veränderungen ähnlich denen herkömmlicher Leistungssportler gemessen. Es wird also auch in der Politik höchste Zeit, dem E-Sport jene Bedeutung beizumessen, die er real schon längst hat.“ Die JA Baden-Württemberg sehe sich hierbei als Vorreiter. Nicht umsonst heißt es im Bundesprogramm der JA bereits jetzt aufgrund eines Antrags aus Baden-Württemberg: „Die Junge Alternative setzt sich für die Anerkennung von Videospielen als Kunstform ein. Ein Videospiel ist als Gesamtkunstwerk zu verstehen, in dem die eigentliche Spielhandlung als dichterisches Drama betrachtet wird, dass durch Musik getragen wird und durch die Performanz der Spielfigur, die somit dem Tanz ähnelt, abgerundet wird.“

Bildquelle Symbolbild: flickr/Chris Yunker/CC BY 2.0

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